Besser kein Staub als Feinstaub
Im Gegensatz zu Hartböden wird beim Teppichboden kein Staub aufgewirbelt, sondern dieser wird bis zur nächsten Reinigung im Teppichboden gebunden, wie die 2005 veröffentlichte Studie des Deutschen Allergie- und Asthma-Bundes beweist. Dadurch ist die Feinstaubbelastung in Räumen mit Teppichboden erheblich geringer als in solchen mit Glattböden.
Broschüre Verbraucher konkret: Feinstaub, Teppichboden kann helfen
Broschüre Allergie konkret: Teppichboden besser geeignet
Prodis - Luftqualität in Innenräumen
Eingeatmeter Staub ist gesundheitsschädigend. Aufgrund seiner mechanischen Wirkung reizt er die Atemwege. An den eingeatmeten Staubpartikeln sind nicht selten andere Substanzen und Stoffe – zum Beispiel Allergene - angelagert, die so in die Lunge geraten und entsprechende Reaktionen auslösen. Vor allem Allergiker sind davon besonders betroffen und in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Um gesundheitliche Schäden auszuschließen sind mehr als 50 µg pro m³ Feinstaub in der Außenluft an maximal 35 Tagen in Jahr erlaubt.
Sowohl der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) als auch die Gesellschaft für Umwelt und Innenraumanalytik (GUI) sehen nicht alleine in der Außenluft, sondern vor allem in der Innenraumbelastung das größte Problem. Schließlich verbringen wir im Durchschnitt um die 90 % unserer Lebenszeit in Innenräumen.
Aus diesem Grund wurden in über hundert zufällig ausgewählten Haushalten in NRW entsprechende Untersuchungen durchgeführt. Grundlage war die Gegenüberstellung von Glatt- und Teppichböden (DAAB 2005).
Bei diesen Untersuchungen stellte man fest, dass die Innenraum-Staubbelastung in mit Glattbelägen ausgelegten Räumen bei durchschnittlich 62,9 µg pro m³ liegt. Dieses Ergebnis ist alarmierend, denn der Richtwert für die maximale Staubanreicherung der Luft liegt – wie oben beschrieben - bei 50 µg pro m³ über 35 Tage/ Jahr. Der hier festgestellte Durchschnittswert überschreitet somit den Maximalwert um 12,9 µg pro m³. In Räumen mit Teppichboden lag der Durchschnittswert bei 30,4 µg pro m³. Dieser Wert liegt nicht nur weit unter der akzeptierten Maximalbelastungsgrenze, sondern ist mehr als die Hälfte niedriger als in Räumen mit Glattbelagsausstattung.
Die Gründe hierfür sind einleuchtend: Bei jeder Bewegung auf Parkett und PVC, Linoleum, Steinen, Kacheln und Marmor wird Staub auf- und hinter der jeweiligen Person hergewirbelt. Teppichboden aber hält den Staub solange fest, bis er beim nächsten Staubsaugen gelöst wird. Hierbei sind die Staubbindungskräfte so hoch, dass eine bis zu 15-fach höhere Luftanström-Geschwindigkeit als bei Glattboden nötig ist, um Staubpartikel von Teppichboden zu lösen und in die Atemluft zu befördern.
Quellen: Verbraucher konkret - Feinstaubalarm, Sonderdruck der Verbraucher Initiative e.V., 2005;
DAAB-Studie „Feinstaub belastet Innenräume“, 2005

